Der Börsen-TagAn Tokioter Börse geht es kräftig abwärts
Mit keiner einheitlichen Tendenz zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte im Handel. Es herrscht weiterhin Zurückhaltung vor der morgigen Zinsentscheidung der US-Notenbank. In Tokio geht es dagegen nach der Feiertagspause gestern kräftig abwärts, belastet vor allem vom anhaltend starken Yen. Teilnehmer richten ihre Blicke aber auch auf die im Wochenverlauf anstehende Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ). Dagegen ruht der Handel in Südkorea und auf dem chinesischen Festland wegen nationaler Feiertage. Hongkong legt zur Wochenmitte eine eintägige Feiertagspause ein.
Im Fokus steht vor allem die weithin erwartete erste Zinssenkung in den USA seit 2020. Die offene Frage ist allerdings, ob die Fed die Zinsen um 50 Basispunkte oder um 25 Basispunkte senken wird. Laut CME Fedwatch rechnen Händler aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von 68 Prozent mit einer Senkung um 50 Basispunkte und einer 32-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 25 Basispunkte.
Für den Nikkei geht es um 2,0 Prozent nach unten - belastet vom weiter starken Yen. Dieser hatte am Montag den höchsten Stand seit über einem Jahr markiert. Allerdings kann sich der US-Dollar leicht von den Verlusten am Vortag erholen. Vor allem exportorientierte Sektoren werden durch den anhaltend starken Yen unter Druck gesetzt. Aber auch die Technologiewerte zeigen sich mit Verlusten, womit die schwachen Vorgaben der Nasdaq nachvollzogen werden.
Dagegen legt der Hang-Seng-Index 1,5 Prozent zu und baut damit die Vortagesgewinne weiter aus. Schwächer als erwartet ausgefallene chinesische Wirtschaftsdaten für August vom Wochenende dürften wahrscheinlich zu weiteren Konjunkturmaßnahmen Pekings führen, so Marktteilnehmer. Der Anstieg der Industrieproduktion blieb hinter den Erwartungen zurück. Auch die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für den Inlandskonsum, erhöhten sich weniger stark als erwartet. Im Immobiliensektor verlangsamte sich der Rückgang zwar etwas, dennoch sanken die Verkäufe neuer Häuser in den ersten acht Monaten und die Neubaubeginne gingen ebenso weiter zurück.
In Sydney verbessert sich der S&P/ASX 200 um weitere 0,3 Prozent und ist damit auf dem Weg zu einem erneuten Rekordschlussstand.