Der Börsen-Tag"An einer Rezession führt vermutlich kein Weg vorbei"
Die deutsche Industrie hat ihren nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine eingesetzten Auftragsschwund im Mai zwar überraschend gestoppt. Das Neugeschäft wuchs um minimale 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Grund zur Entwarnung ist das laut Ökonom Thomas Glitzel von der VP nicht:
"Das kleine Plus im Mai ist alleine dem Zuwachs von Großaufträgen zu verdanken. Ohne diese sieht das Bild bitter aus", so Glitzel. Eigentlich seien die Weichen auch auf eine kräftige Erholung gestellt gewesen. Die Auftragsbücher wurden kräftig gefüllt und die Verbraucher haben Geld auf der hohen Kante zum Konsumieren.
"Doch der Kriegsausbruch führte zu einer abrupten Kehrtwende. Aus dem erhofften Aufschwung wurde gewissermaßen innerhalb weniger Tage eine Seifenblase. So hart es klingt, an einer Rezession führt vermutlich kein Weg vorbei."