Der Börsen-TagAngeschlagenes VW-Investment holt Sanierungsexperten
Der angeschlagene schwedische Batteriehersteller Northvolt hat den Sanierungsexperten Paul O'Donnell zum Chef seiner Hauptanlage in Nordschweden ernannt. "Paul hat sowohl in seiner beruflichen Laufbahn bei der Blackstone Group als auch danach in seiner Funktion als Direktor mehrerer Unternehmen bedeutende Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt", sagt ein Konzernsprecher. Es sei sinnvoll, den Vorstand um eine Person zu erweitern, die über umfangreiche Erfahrung in der Restrukturierung verfügt, um das Unternehmen durch diese schwierige Phase zu leiten.
Northvolt benötigt derzeit dringend Geld und arbeitet seit mehreren Wochen mit seinen Investoren an einem Rettungspaket. Die schwedische Regierung will eigenen Angaben zufolge keine Anteile von Northvolt übernehmen. Am vergangenen Freitag sagten zwei Insider, dass das Unternehmen unter anderem einen Gläubigerschutz nach US-Recht in Betracht ziehe. Das Sanierungsverfahren nach Kapitel 11 (Chapter 11) des US-Insolvenzrechts würde Northvolt für eine gewisse Zeit vor dem Zugriff seiner Gläubiger schützen und damit den finanziellen Neustart erleichtern. Der größte Anteilseigner ist Volkswagen, auch die US-Investmentbank Goldman Sachs und BMW gehören zu den Eigentümern.