Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAnleger in Asien bekommen kalte Füße

31.01.2023, 07:36 Uhr

Sorgen über die geldpolitischen Ausblicke der Notenbanken aus den USA, Europa und Großbritannien bereiten Anlegern an den asiatischen Börsen Sorgen. Dass die drei geldpolitischen Schwergewichte in dieser Woche ihre Zinsen erhöhen, gilt als ausgemacht. Aber der weitere Zinszyklus gilt als unsicher.

Anleger trennen sich daher im Vorfeld der Entscheidungen von Aktien. In China verleiten selbst deutlich verbesserte Konjunkturdaten nicht zum Kauf, der Schanghai-Composite sinkt um 0,4 Prozent. Die Einkaufsmanagerindizes Industrie und Dienstleistung kletterten im Januar wieder in den Wachstum anzeigenden Bereich, wobei ersterer die Erwartungen leicht verfehlte. Mit dem Ende der scharfen Corona-Abriegelungen überrascht die Verbesserung aber nicht.

Auch die 2022 um 4 Prozent gesunkenen Industriegewinne bergen kaum Überraschungspotenzial angesichts der Corona-Maßnahmen 2022. Allerdings hat sich der rückläufige Trend der ersten elf Monate zum Jahresende noch verstärkt.

In Hongkong ist die Stimmung wie schon am Vortag schlechter, der HSI verliert weitere 1,3 Prozent - nach anfänglichen Aufschlägen. Die Börse sei internationaler aufgestellt und damit auch abhängiger von Zinsentscheidungen ausländischer Notenbanken, heißt es.

In Tokio gibt der Nikkei-225 um 0,2 Prozent auf 27.366 Punkte nach. Dort steigen die Erwartungen, dass die Zeit der ultralockeren Geldpolitik in Japan bald Geschichte sein könnte. Industrieproduktion und Einzelhandelsumsatz fielen derweil zum Teil deutlich besser als erwartet aus.

Quelle: ntv.de