Der Börsen-TagAnleger schlagen bei Tech-Schwergewichten zu
Die Aktienmärkte in Ostasien schließen sich der positiven Vorgabe der Wall Street an. Das galt auch für die Börse in Sydney: Obwohl die australische Notenbank die Leitzinsen erhöht hat, legte der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent zu. Am stärksten geht es im südkoreanischen Seoul nach oben. Der stark technologielastige Kospi, der bereits am Vortag freundlich tendiert hatte, kommt um weitere 2,1 Prozent voran. An den US-Börsen hatten Technologieaktien zu den Favoriten gezählt - auch, nachdem die KI-Ikone Nvidia mit neuen Produkten, Partnerschaften und einem optimistischen Ausblick aufgewartet hatte. Die großen Treiber in Seoul sind erneut die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix mit Zuwächsen von 4,0 und 2,0 Prozent.
Der japanische Topix-500 erholt sich um 0,8 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong zieht 1,0 Prozent an. In Schanghai ist die Tendenz wenig verändert. Hier könnte etwas bremsen, dass US-Präsident Donald Trump das geplante Treffen mit Chinas Staatschef Xi verschieben will. In Singapur, Indonesien und Malaysia liegen die Marktbarometer je rund 1 Prozent im Plus.
In Australien ist derweil die erste einer ganzen Reihe von Zinsentscheidungen in dieser Woche gefallen. Die Reserve Bank of Australia erhöhte angesichts der weiter zu hohen Inflation die Zinsen zum zweiten Mal in diesem Jahr in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent. Die Zentralbank verwies auf steigende Treibstoffkosten im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt als zentrales Aufwärtsrisiko für die Inflation und bekräftigte damit die Erwartung, dass die Geldpolitik restriktiv bleiben könnte. Der australische Dollar zeigt sich davon wenig beeindruckt, zumal die Entscheidung nicht überraschend kam.