Zeichen der ErholungTech-Werte geben der Wall Street neuen Schub

Nach den Abgaben der letzten Tage startet die Wall Street mit Schwung in die neue Woche. Neben einem leichten Rückgang der Ölpreise sorgen vor allem Nachrichten aus dem KI-Sektor für Optimismus.
Neue Kursphantasien im Technologiesektor haben den US-Börsen am Montag im Handelsverlauf Auftrieb gegeben. Vor allem Technologiewerte legten zu. Der Konflikt im Nahen Osten bremste jedoch die Risikobereitschaft der Anleger. Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,8 Prozent auf 46.946 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,2 Prozent auf 22.374 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 1,0 Prozent auf 6699 Stellen.
Aktien von Meta stiegen um 2,3 Prozent. Einem Bericht zufolge plant der Facebook-Mutterkonzern, mindestens 20 Prozent seiner Stellen abzubauen. Damit will das Unternehmen kostspielige Investitionen in die KI-Infrastruktur ausgleichen und sich auf eine höhere Effizienz durch den Einsatz von KI vorbereiten.
Das Thema KI dürfte in dieser Woche weiter im Fokus bleiben. Der Chef des Chip-Giganten Nvidia will im Laufe des Tages auf der jährlichen Entwicklerkonferenz des Unternehmens neue Chips und Software vorstellen. Die Aktie legte um 1,6 Prozent zu. Der taiwanische Elektronikkonzern Foxconn, der größte Serverhersteller für Nvidia, gab eine positiv aufgenommene Umsatzprognose ab.
Tesla stiegen um 1,1 Prozent, nachdem Firmenchef Elon Musk angekündigt hat, dass das Terafab-Projekt des Unternehmens zur Herstellung von KI-Chips in sieben Tagen starten werde. Die Papiere des Chipherstellers Micron kletterten um 3,7 Prozent nach der Ankündigung einer zweiten Produktionsstätte in Taiwan.
Ölpreis gibt etwas nach
Auch ein Rückgang der Ölpreise sorgte für Erleichterung am Markt. Brent kostete mit 99,88 Dollar 3,2 Prozent weniger als am Vortag. WTI fiel um 5,2 Prozent auf 93,56 Dollar. Die Auswirkungen der höheren Energiekosten dürften in dieser Woche bei den weltweiten Zentralbanksitzungen eine wichtige Rolle spielen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird auf ihrer bevorstehenden Sitzung die Zollkosten und Anzeichen für einen schwächeren Arbeitsmarkt abwägen, bevor sie eine Entscheidung über die Zinssätze trifft. Man solle die Signale dieser Sitzung mit Vorsicht genießen, sagte James McCann, leitender Volkswirt bei Edward Jones. Ein Umschwung der Ölpreise in die eine oder andere Richtung könne die Haltung der Fed schnell ändern.
Es wird erwartet, dass die Fed am Ende ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch die Zinsen unverändert lässt. Händler haben ihre Erwartungen für eine Zinssenkung um mindestens 25 Basispunkte auf einen Zeitpunkt nach Oktober verschoben, wie aus von LSEG zusammengestellten Daten hervorgeht.