Der Börsen-TagAnleger stehen unter Strom
Der Dax ist wieder in der Spur. Zur Wochenmitte konnte der deutsche Börsenleitindex die bisherigen Wochenverluste nahezu wettmachen und notiert nun wieder im Bereich von 24.185 Punkten. Positiv aufgenommene Quartalszahlen mehrerer Unternehmen und erneute Kursaufschläge an der Wall Street stützten dabei.
Heute geht es um Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen. Die Eurozone dürfte etwa im zweiten Quartal wegen der Schwäche ihrer größten Volkswirtschaft voraussichtlich nur um 0,1 Prozent gewachsen sein. Das Statistikamt Eurostat gibt zum Abschneiden im Frühjahr eine zweite Schätzung ab, für die mehr Daten zur Verfügung stehen. Deutschland ist einer Schnellschätzung zufolge um 0,1 Prozent geschrumpft.
Unternehmensseitig legt etwa der größte deutsche Stromerzeuger RWE seine Zahlen für das erste Halbjahr vor. Der Blick dürfte sich neben den Ergebnissen und Prognosen auf Aussagen zum US-Geschäft richten. Hier haben sich Bremsspuren gezeigt. Wegen der regulatorischen Unsicherheiten unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte der Konzern seine Offshore-Wind-Aktivitäten gestoppt. Zudem werden Aussagen zu den Auswirkungen der US-Zölle erwartet. Finanzinvestoren haben Vorstandschef Markus Krebber bislang vergeblich zu weiteren Aktienrückkaufprogrammen aufgefordert. Krebber wird sich voraussichtlich bei der Bundesregierung für mehr Tempo beim Bau neuer Gaskraftwerke einsetzen.
Zudem veröffentlicht der größte deutsche Stahlkonzern Thyssenkrupp seine Bilanz für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2024/25. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Ergebnisse der Stahlsparte und der Marine-Tochter gerichtet. Das Marinegeschäft hat von den Aktionären die Freigabe für den Börsengang Mitte Oktober bekommen. Bei der Stahlsparte sind noch viele Fragen offen. Ungeklärt ist insbesondere die Frage, wie viel Geld der Mutterkonzern der Stahltochter bei einer Verselbstständigung mit auf den Weg geben will. Zudem dürften die Auswirkungen der US-Zölle zur Sprache kommen.