Der Börsen-TagAnleger strafen Hugo Boss ab
Aktien von Hugo Boss sind nachbörslich stark unter Druck geraten, der Kurs fiel um etwa 10 Prozent. Vor dem Hintergrund einer bewussten Refokussierung der Marken und Vertriebskanäle erwartet der Konzern für das Jahr 2026 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Bereich, bevor 2027 eine Rückkehr zu Wachstum erfolge, das sich 2028 beschleunigen soll. "Hugo Boss ist ein weiteres Beispiel dafür, dass es für Konsumwerte einfach zu früh ist", so ein Marktteilnehmer.
Das zeige nicht nur der Chart von Hugo Boss, sondern zum Beispiel auch der von Fielmannn, die nach dem Dezember-Revirement zum kleinsten MDAX-Mitglied werden könnten. "Auch wenn die Konjunktur in Deutschland nun anspringt, Konsumwerte profitieren erfahrungsgemäß erst in einem viel späteren Stadium des Wirtschaftszyklus davon", so der Börsianer weiter, der von "Spätzyklikern" spricht.