Der Börsen-TagAnleger strafen KI-Profiteur ab
Marvell Technology hat mit einem schwachen Ausblick auf das laufende Quartal die Anleger verschreckt. Die Aktie des Chip-Herstellers fiel nachbörslich zunächst um acht Prozent. Als Grund für die Zurückhaltung nannte das Unternehmen die konjunkturelle Unsicherheit und Sorgen über Zölle, die die Ausgaben der Kunden und die Gesamtnachfrage belasteten.
Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 2,06 Milliarden Dollar, plus oder minus fünf Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit 2,11 Milliarden Dollar gerechnet. Im abgelaufenen zweiten Quartal, das am 2. August endete, erzielte Marvell einen Umsatz von 2,01 Milliarden Dollar und entsprach damit den Erwartungen der Analysten.
Marvell profitiert eigentlich vom wachsenden Bedarf an Spezialchips für Künstliche Intelligenz (KI). Die US-Zollpolitik und die damit verbundene Verunsicherung machen dem Konzern jedoch zu schaffen. Aus diesem Grund hatte das Unternehmen bereits seinen Investorentag verschoben. Vor einigen Monaten hatte Marvell zudem seine Sparte für Netzwerk-Komponenten für Automobile für 2,5 Milliarden Dollar an den deutschen Chipkonzern Infineon verkauft.