Der Börsen-TagAnstieg der US-Lagerbestände drückt Ölpreis
Ein überraschend starker Anstieg der US-Lagerbestände drückt die Preise am Ölmarkt. Die Nordsee-Sorte Brent und die US-Sorte WTI verbilligen sich um jeweils knapp zwei Prozent auf 74,75 und 70,44 Dollar je Fass (159 Liter). Die Rohölvorräte in den USA stiegen in der vergangenen Woche um 1,64 Millionen Barrel, Analysten hatten mit einem Anstieg um 300.000 Barrel gerechnet.
Anhaltende Sorgen über ein potenzielles Risiko für die Ölversorgung aufgrund des Konflikts im Nahen Osten grenzten allerdings Experten zufolge die Preisverluste ein. "Die Marktteilnehmer rechneten damit, dass sich der Nahostkonflikt noch länger hinzieht und die Verhandlungen über eine Waffenruhe möglicherweise an einem toten Punkt enden", sagte Yeap Jun Rong, Stratege beim Broker IG. Die Ölpreise waren am Dienstag um jeweils gut zwei Prozent gestiegen, Analysten der Großbank ING verwiesen auf das Ausbleiben jeglicher Ergebnisse des jüngsten Besuchs von US-Außenminister Antony Blinken in Israel.