Der Börsen-Tag Armani und Dior droht Ärger
Nach dem Skandal um die mutmaßliche Ausbeutung von Arbeitskräften in Italien für die Luxusbranche ist die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM aktiv geworden: Sie leitete eine Untersuchung gegen die Marken Giorgio Armani und Christian Dior ein, um festzustellen, ob die Luxusmodehersteller bei der Fabrikation und dem Verkauf ihrer hochpreisigen Waren auf illegale Arbeitspraktiken zurückgegriffen haben.
Die AGCM teilte mit, dass die Unternehmen sich möglicherweise auf Lieferungen aus Werkstätten verlassen hätten, in denen die Arbeiter keine angemessenen Löhne erhielten und unter schlechten Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen Überstunden leisteten.
Armani und der Konzern LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton, dem Dior gehört, reagierten nicht umgehend auf Bitten um eine Stellungnahme.
Vor einigen Wochen hatte eine Untersuchung der Mailänder Staatsanwaltschaft festgestellt, dass Werkstätten in Italien, die Handtaschen und andere Lederwaren für Armani und Dior herstellen, ausländische Arbeitskräfte ausbeuten, um die hochwertigen Produkte zu einem Bruchteil des Einzelhandelspreises herzustellen.