Der Börsen-TagAsiatische Aktien im Dauertief
Nach einer Woche voller Sorge um die kränkelnde chinesische Wirtschaft und möglicherweise weiterhin steigende Zinsen in den USA tun sich die asiatischen Börsen schwer, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
"Zu Beginn des Jahres war Chinas Wirtschaft noch auf dem Vormarsch. Doch seitdem hat sich das Bild zunehmend verschlechtert und sieht nun ziemlich düster aus", sagt Jonas Goltermann, stellvertretender Chefvolkswirt bei Capital Economics. Am Donnerstag hatte einer der größten Immobilienentwickler Chinas, Evergrande bei einem US-Konkursgericht Gläubigerschutz beantragt und die Angst vor einer sich verschärfenden Krise im chinesischen Bausektor verstärkt. Seit ihrem Höchststand im Januar haben die chinesischen Aktien 10 Prozent an Wert verloren.
Der breit angelegte MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent, nachdem er in der Sitzung zuvor ein Neunmonatstief erreicht hatte. Er steuerte dennoch auf einen Wochenverlust von 2,8 Prozent zu, die dritte Woche in Folge mit Rückgängen. Der japanische Nikkei verlor 0,4 Prozent und lag im Wochenverlauf 3 Prozent im Minus. Die Börse in Tokio hat sich am Freitag zunächst uneinheitlich gezeigt.