Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAsien-Aktien volatil

28.02.2022, 08:32 Uhr

An den asiatischen Finanzmärkten steigen angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine und den immer schärferen Sanktionen des Westens gegen den Aggressor Russland die Öl- und Goldpreise. Der Dollar ist als vermeintlich sicherer Hafen gesucht, der Dollarindex legt um 0,8 Prozent zu. Der Yen zeigt sich dagegen relativ unauffällig. Am Aktienmarkt herrscht Verunsicherung, festzumachen an zum Teil heftiger Volatilität, aber keine Panik - obwohl der russische Machthaber Wladimir Putin die Atomstreitkräfte des Landes in Alarmbereitschaft versetzt hat. Anleger hätten einen ganzen Berg an negativen Information vom Wochenende zu verarbeiten, die Auswirkungen von manchem sei auch noch nicht völlig klar. Dies spreche auch weiterhin für eine hohe Volatilität.

In China fallen die Aktienkurse, in Schanghai moderat, in Hongkong deutlicher. Analysten sehen den Boden nach dem Ausverkauf der vergangenen Woche nun aber als erreicht an. China könnte einer der Profiteure der russischen Isolation werden, heißt es. Zudem könnte es im Rahmen des jährlichen Volksdebutiertenkongresses mehr Wirtschaftsstimuli in China geben. Die Börse in Hongkong sei internationaler aufgestellt und hänge daher stärker an den internationalen Entwicklungen der Finanzmärkte. Und der Krieg in der Ukraine mit den Sanktionen belaste, heißt es.

In Südkorea beweist der Kospi Stärke - trotz eines weiteren nordkoreanischen Raketentests. Der Leitindex dreht ins Plus und zeigt sich nun etwas fester. Hoffnung bereiteten die Gespräche zwischen Russen und Ukainern um einen Waffenstillstand.

In Sydney hat der S&P/ASX-200 freundlich geschlossen. Der Index zeigte sich extrem volatil - mit Ausflügen ins Minus. Gestützt wurde der Markt vom Rohstoffsektor - dank gestiegener Rohstoffpreise. Rio Tinto, BHP und BlueScope legten zwischen 3,2 und 6,25 Prozent zu. Fortescue verloren optisch 2,4 Prozent, die Titel wurden ex Dividende gehandelt. Wegen der Flut im Osten des Landes gerieten Versicherungswerte unter Druck.