Der Börsen-TagAsien-Börsen auf Erholungskurs
Weiter aufkeimende Hoffnung auf eine Deeskalation im alles beherrschenden Zolldisput stützt die ostasiatischen Börsen. Die USA sprechen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump mit China im Handelskrieg. Er widersprach damit Aussagen des chinesischen Außenministeriums und sprach von einem Treffen, ohne zu konkretisieren, wer sich getroffen hat. Peking hatte die Aussagen der USA, dass es Handelsgespräche gebe, als "Fake News" bezeichnet. Zudem kommen die Verhandlungen mit Südkorea offenbar voran. Laut US-Finanzminister Scott Bessent haben die USA und Südkorea bilaterale Handelsgespräche geführt und könnten möglicherweise bereits nächste Woche eine "Verständigungsvereinbarung" erzielen. "Wir kommen vielleicht schneller voran, als ich gedacht habe", sagte Bessent. Auch zu den Gesprächen zwischen Japan und den USA gibt es positive Signale.
In Tokio steigt der Nikkei um 2,1 Prozent auf 35.782 Punkte - auch befeuert von nachgebenden Yen. Dieser verliert als sicherer Hafen an Attraktivität angesichts der Entspannungssignale im Handelsstreit. Zudem haben sich die USA und Japan verständigt, die Wechselkurse dem Markt zu überlassen. Exportlastige Elektroniktitel führen angesichts der Yen-Schwäche das Tableau an. Nidec schießen um 12 Prozent in die Höhe, nachdem das Unternehmen einen 19-prozentigen Gewinnanstieg fürs Geschäftsjahr prognostiziert hat.
Die chinesischen Börsen zeigen sich einmal mehr zweigeteilt: In Hongkong, wo verstärkt internationale Anleger aktiv sind, wird die Deeskalation im Handelsstreit gespielt. Der HSI zieht um 1,4 Prozent an. Auf dem chinesischen Festland ist davon wenig zu spüren, der Shanghai Composite steigt nur um magere 0,1 Prozent.