Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAsien-Börsen drehen

16.12.2024, 08:46 Uhr

Mehrheitlich mit leichten Abgaben zeigen sich die ostasiatischen Börsen zu Wochenbeginn. Teilnehmer verweisen zur Begründung auf Zurückhaltung vor den Sitzungen der US-Notenbank und der Bank of Japan (BOJ) in dieser Woche. Mehrheitlich wird bei der Fed mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte gerechnet, doch es herrscht Uneinigkeit, wie der weitere Zinskurs aussehen wird. An den chinesischen Börsen stehen zudem Konjunkturdaten im Fokus. Der Shanghai Composite gewinnt 0,1 Prozent, hatte im Verlauf jedoch schon deutlicher im Plus gelegen. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert dagegen 0,6 Prozent.

Die enttäuschenden chinesischen Daten für November unterstreichen die Herausforderung für Peking, eine nachhaltige Wachstumsbelebung zu erreichen, so Julian Evans-Pritchard, Leiter des Bereichs China Economics bei Capital Economics. Er ist der Meinung, dass die Daten einen "unerwarteten Schwungverlust" zeigten, da das Wachstum der Einzelhandelsumsätze auf 3 Prozent zurückging, nachdem es im Oktober mit plus 4,8 Prozent noch auf ein Achtmonatshoch gestiegen war. Capital Economics geht aber davon aus, dass die Verlangsamung im November nur vorübergehend sein könnte und das Wachstum in den kommenden Monaten mit mehr politischer Unterstützung wieder anziehen könnte. "Wir bezweifeln jedoch, dass die Anreize mehr als eine kurzfristige Verbesserung bewirken können, zumal die derzeitige Stärke der Exportnachfrage wahrscheinlich nicht aufrechterhalten werden kann, sobald Trump beginnt, seine Zoll-Drohungen umzusetzen", fügt der Teilnehmer hinzu.

Der Nikkei gibt anfängliche Gewinne wieder ab und verliert 0,1 Prozent. Hier wird auf das Ergebnis der Sitzung der BOJ am Donnerstag geschaut. "Wir rechnen mit einer Anhebung um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung im Dezember gegenüber einer Anhebung im Januar liegt jedoch bei 60 zu 40", so Moody's Analytics. Auch der Kospi in Seoul kann die Anfangsgewinne nicht behaupten und fällt um 0,3 Prozent. Hier stehen weiter die politischen Entwicklungen des Landes im Blickpunkt.

Quelle: ntv.de