Der Börsen-TagAsien-Börsen können sich nicht freischwimmen
An den asiatischen und australischen Börsen wird der lust- und richtungslose Handel der Wall Street vom Vorabend im späten Geschäft nachempfunden. Wie schon in den USA warten Anleger auf die im Tagesverlauf anstehenden US-Erzeugerpreise, um den Zeitpunkt der ersten US-Zinssenkung besser einschätzen zu können. Unter umgekehrten Vorzeichen wird die Zinsdebatte auch in Japan geführt. Hier steht allerdings die erste Zinserhöhung seit 2007 im Raum.
Der Nikkei dreht in Tokio 0,2 Prozent auf 38.778 Punkte ins Plus - gestützt von einem am Morgen nachgebenden Yen. Die Verunsicherung über den geldpolitischen Kurs der Bank of Japan sei am Devisen- und Aktienmarkt spürbar, heißt es. Nippon Steel fallen um 0,9 Prozent nach Berichten, US-Präsident Joe Biden hege große Bedenken über die geplante Übernahme von U.S. Steel durch die Japaner.
Das Sentiment in China wird indes weiterhin als schwach eingestuft. Während sich der Shanghai Composite 0,1 Prozent im Minus zeigt, gibt der HSI in Hongkong 0,9 Prozent ab - auch belastet von Zahlungsausfällen im Immobiliensektor. Freundlich präsentiert sich der südkoreanische Kospi mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent - gestützt von Werft- und Energietiteln. In Australien hat der S&P/ASX-200 mit einem Abschlag von 0,2 Prozent geschlossen.