Der Börsen-TagAsien-Börsen reagieren auf Trumps Zollankündigungen
Die asiatischen Börsen geraten zum Wochenbeginn nach Donald Trumps Ankündigung von neuen Zöllen auf Stahl und Aluminium ins Stocken. "Diese Zölle könnten ein strategisches Verhandlungsinstrument für Präsident Trump sein oder der Beginn eines langwierigen Handelskriegs", sagt Stephen Dover, Leiter des Franklin Templeton Institute. In Tokio bleibt der Nikkei-Index fast unverändert bei 38.764 Punkten, da die Anleger die Zollrisiken abwägten und die Verluste aller drei US-Aktienindizes in der letzten Woche auf die Stimmung der Anleger drückten. Der breiter gefasste Topix notiert 0,2 Prozent niedriger bei 2730 Zählern.
Angesichts der Nachricht, dass US-Präsident Donald Trump im Tagesverlauf neue Zölle in Höhe von 25 Prozent auf alle US-Stahl- und Aluminiumimporte ankündigen wird, fallen die japanischen Stahlhersteller um rund ein Prozent. "Das verstärkt den potenziell drohenden Preisschock durch Trumps Handelspolitik. Kurzfristig ist das inflationär. Längerfristig und in der Summe wird es das Wachstum bremsen. Hinzu kommt, dass sich in der Weltwirtschaft eine 'Machst du dies - Mache ich das'-Dynamik entwickelt, da Wettbewerber wie China mit Gegenmaßnahmen reagieren. Derzeit reagieren die Märkte hauptsächlich auf die Unsicherheit", erklärt Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei capital.com in Melbourne.
Der Shanghai Composite gewinnt 0,3 Prozent auf 3.314 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert bei 3890 Punkten. Chinesische Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien fallen nach Börseneröffnung um bis zu 3,7 Prozent, nachdem die staatliche Planungskommission National Development and Reform Commission angekündigt hatte, die Subventionen für die Erzeuger erneuerbarer Energien zu kürzen. Die Aktien des chinesischen Solarherstellers Tongwei brechen um 3,7 Prozent ein.