Der Börsen-TagAsien-Börsen sind auf Richtungssuche
Die Unsicherheit rund um Handelsverhandlungen und Zolleinführungen hat die globalen Wachstumssorgen verstärkt und Druck auf Aktien und Rohstoffpreise wie Öl ausgeübt. Die Sorgen der Anleger über eine Verschlechterung der Wirtschaftslage überwIEgen die Erleichterung über eine mögliche Entspannung der globalen Handelsspannungen. Trotz Trumps Schritt, die Auswirkungen seiner Autozölle abzumildern, und Anzeichen für Fortschritte bei den breiteren Handelsverhandlungen blEiben Details spärlich. "Die steigende Wahrscheinlichkeit einer wirtschaftlichen Stagnation in den USA ist ausschließlich auf die exogenen Kräfte einer unberechenbaren und restriktiven Wirtschaftspolitik mit willkürlichen Zöllen, Störungen der öffentlichen Ausgaben, veränderten Anreizen und einer nicht nachhaltigen Finanzlage zurückzuführen", sagt David Kohl, Chefökonom bei Julius Baer. "Wir erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation in den kommenden Monaten, die die Kriterien einer Rezession erfüllt, auf 50 Prozent", erklärt Kohl. Händler beobachten die Federal Reserve genau auf mögliche Unterstützungsmaßnahmen zur Stärkung der Wirtschaft angesichts dieser Herausforderungen.
Die japanische Börse legt leicht zu. Anleger warten auf Entwicklungen in den Zollgesprächen zwischen den USA und Japan. Der Nikkei-Index steuert damit auf seinen ersten monatlichen Gewinn seit Dezember zu. Der Nikkei gewinnt 0,2 Prozent auf 35.902,51 Punkte und der breiter gefasste Topix notiert 0,4 Prozent höher bei 2.660,24 Zählern. Der Shanghai Composite verliert 0,1 Prozent auf 3281,49 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert bei 3.775,57 Punkten.