Der Börsen-TagAsien-Börsen trotzen der Wall Street
Insgesamt wenig tut sich heute an den Börsen in Ostasien. Sie trotzen damit der negativen Vorgabe der Wall Street, wo insbesondere Aktien aus dem Technologiesegment verkauft wurden. Weil am Abend die US-Notenbank über die Zinsen entscheidet und neue Projektionen zu Wachstum, Inflation und Zinsen vorlegt, dürfte auch der weitere Handelsverlauf von Vorsicht und Zurückhaltung geprägt sein. Eine Zinssenkung wird nicht erwartet. Zwar hat sich die US-Inflation im Februar etwas abgekühlt, allerdings wird befürchtet, dass die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump die Inflation wieder anheizen wird.
Bereits getagt und entschieden hat die japanische Notenbank. Sie ließ, wie weitgehend erwartet, die Zinsen unverändert, auch wenn sie sich aktuell in einem Zinserhöhungszyklus befindet, anders als die US-Notenbank. Der Yen, der an den Vortagen nachgegeben hatte, verharrt auf dem gedrückten Niveau. Der Dollar kostet 149,63 Yen.
Der Tokioter Leitindex Nikkei-225 liegt kaum verändert bei 37.859 Punkten, nachdem er in einer ersten Reaktion auf die unveränderten Leitzinsen in Japan noch etwas zugelegt hatte. Auch in Schanghai pendelt das Marktbarometer um seinen Vortagesschlussstand, in Hongkong zieht der HSI etwas an um 0,4 Prozent. In Seoul geht es um 0,8 Prozent nach oben.
Unter den Einzelwerten zeigen sich in Hongkong Xiaomi 1,4 Prozent fester. Der chinesische Smartphone- und Elektronikhersteller wies für das Schlussquartal einen Überschuss von 9,0 Milliarden Yuan aus, umgerechnet 1,14 Milliarden Euro - ein Plus von 90 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Umsatz kletterte um 49 Prozent. China Telecom geben um 0,6 Prozent nach, im Sog von China Unicom, die 3,1 Prozent einbüßen nach Vorlage der Geschäftszahlen für 2024.