Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagAsien-Börsen uneinheitlich

13.04.2023, 07:50 Uhr

Keine einheitliche Tendenz zeigen die asiatischen Börsen. Nach den Inflationsdaten aus den USA vom Vortag hat sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinspause der US-Notenbank nicht erhöht, heißt es aus dem Handel. Zudem belastet das am Vorabend veröffentlichte jüngste Sitzungsprotokoll der Fed. Denn diese rechnet nun wegen der jüngsten Turbulenzen im Bankensektor mit einer "leichten Rezession". Die asiatischen Handelsplätze können sich allerdings im Verlauf teilweise wieder von ihren anfänglichen Abgaben erholen.

Im Minus liegt der Hang-Seng-Index in Hongkong, für den es 0,5 Prozent nach unten geht. Teilnehmer verweisen hier zur Begründung auf die Abgaben der Alibaba-Aktie, die 2,4 Prozent verliert. Hintergrund ist ein Bericht der "Financial Times", wonach sich die Softbank von einem Großteil ihrer Beteiligung an dem Technologie-Konzern trennt. Zudem knicken die Aktien des Immobilienentwickler Sunac China Holdings um 53,5 Prozent ein. Der Aktienhandel in Hongkong wurde hier nach einem einjährigen Stopp wieder aufgenommen.

Der Shanghai Composite zeigt sich unverändert und holt damit anfängliche Verluste wieder auf. Hier stützen überraschend gute Konjunkturdaten, nachdem es zuletzt Befürchtungen gegeben hatte, dass die Erholungsdynamik nach der Corona-Pandemie schwach bleiben wird. So sind die chinesischen Exporte im März unerwartet um 14,8 Prozent gestiegen und haben damit eine seit Oktober andauernde Talfahrt beendet. Die Ausfuhren übertrafen damit die Erwartungen bei Weitem. Die vom "Wall Street Journal" befragten Ökonomen hatten einen Rückgang von 7,0 Prozent prognostiziert.

Der Nikkei gewinnt 0,1 Prozent und erholt sich damit von anfänglichen Verlusten. Auslöser war ein wieder anziehender Yen, nach den jüngsten Abgaben. Der Dollar notiert aktuell bei 133,26 Yen, nach 133,80 Yen zum Ende des Handels in Tokio am Vortag. Zwischenzeitlich war der Dollar sogar unter die Marke von 133 Yen gefallen. Zur Begründung für die Erholung verweisen Teilnehmer auch hier auf die überraschend guten chinesischen Exportdaten.

Quelle: ntv.de