Der Börsen-TagAsien-Märkte im Sog der Wall Street
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Die deutlichen Abschläge vom Vortag an der New Yorker Wall Street wirken sich auch auf das Handelsgeschehen an den ostasiatischen Aktienmärkten aus. Allerdings fallen die Verluste deutlich moderater aus. Lediglich in Hongkong verliert das Marktbarometer gut 1 Prozent und damit etwa so stark wie die US-Börsen. An der Wall Street hatte vor allem Nachholbedarf mit Blick auf die Entwicklung in Nordkorea vom vergangenen Wochenende auf die Kurse gedrückt, weil am Montag der Aktienhandel wegen eines Feiertags pausiert hatte.
Überraschend gut hält sich der Nikkei-Index in Tokio, auch wenn er mittlerweile auf einem Vormonatstief liegt. Er fällt lediglich um 0,2 Prozent zurück auf 19.339 Punkte, obwohl der Yen nur noch knapp unter seinem Jahreshoch zum US-Dollar notiert. Die US-Devise kostet 108,67 Yen, verglichen mit 109,30 Yen zur gleichen Vortageszeit. Für etwas Unterstützung in Tokio sorgen Aussagen von Ministerpräsident Abe, wonach die japanische Konjunktur auch angesichts der derzeitigen geopolitischen Spannungen die höchste Priorität der Regierung genieße.
Für Zurückhaltung am Aktienmarkt sorge weiter die Krise mit Nordkorea, sagt Marktstratege Chris Weston von IG Group. Die davon ausgehende Risikoscheu sei noch dadurch verstärkt worden, dass US-Präsident Donald Trump verstärkt Rüstungsgüter an Südkorea und Japan verkaufen wolle und außerdem mit einem Handelsboykott gegenüber all jenen Ländern drohte, die Handelsbeziehungen zu Nordkorea unterhalten. Diese Risikoaversion treibe auch den Yen zusätzlich an, der als sicherer Hafen in Krisenzeiten verstärkt angesteuert werde.
Der Goldpreis bewegt sich derweil weiter seitwärts mit einer leicht nach oben gerichteten Tendenz. Am Dienstag hatte er mit 1342 Dollar erneut ein Jahreshoch markiert. Aktuell kostet die Feinunze 1338 Dollar. Das Edelmetall gilt ebenfalls als Fluchthafen.
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Mein Name ist Kai Stoppel. Ich berichte heute über das Marktgeschehen. Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail: kai.stoppel@nama.de.