Der Börsen-TagAsienbörsen eröffnen verhalten
Die asiatischen Börsen haben verhalten eröffnet. Die Anleger warteten auf den heutigen US-Arbeitsmarktbericht. Für den globalen Anleihemarkt hängt viel vom monatlichen US-Arbeitsmarktbericht ab. Die mittleren Prognosen der Analysten gehen von einem Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze in den USA im Dezember um 160.000 aus. Damit bliebe die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent. Ein höherer Wert könnte die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen auf einen 13-Monats-Höchststand ansteigen lassen und den US-Dollar in die Höhe treiben.
Wall Street Futures gaben an den asiatischen Börsen nach. In Tokio sank der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,9 Prozent auf 39.241,49 Punkte. Der breiter gefasste Topix notierte 0,6 Prozent niedriger bei 2.719,59 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 0,4 Prozent auf 3.198,83 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 3.762,52 Punkte. Die Renditen chinesischer Staatsanleihen legten hingegen sprunghaft zu. Im frühen Handel stieg die Rendite 30-jähriger chinesischer Staatsanleihen um fünf Basispunkte, die 10-jährige Rendite um vier Basispunkte. Die chinesische Zentralbank hatte zuvor erklärt, sie werde die Käufe von Staatsanleihen wegen des knappen Angebots vorübergehend aussetzen.
Die Ölpreise sind im frühen asiatischen Handel gestiegen und waren auf dem Weg zu einer dritten Woche mit Zuwächsen in Folge. Das eisige Wetter in Teilen der Vereinigten Staaten und Europas kurbelt die Nachfrage nach Heizöl an. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 77,15 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,3 Prozent fester bei 74,14 Dollar.
Die Wall Street blieb wegen des Trauertages um Präsident Carter geschlossen. Am Mittwoch hatte sich der US-Standardwerteindex Dow Jones mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 42.635,20 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,2 Prozent auf 5.918,25 Zähler, und der technologielastige Nasdaq stagnierte bei 19.478,88 Stellen.
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,19 Yen und legte leicht auf 7,3319 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,9116 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0299 Dollar und zog leicht auf 0,9389 Franken an.