Der Börsen-TagAsiens Märkte leiden unter Zollstreit
Aus Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen des Zollstreits zwischen den USA und China fliehen Anleger aus den asiatischen Aktienmärkten. Der japanische Nikkei-Index begann die neue Handelswoche mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 20.720 Punkte. Die Börse Shanghai büßte 1,1 Prozent auf 2835 Zähler ein. Die chinesische Währung geriet ebenfalls unter Druck. Im Gegenzug übersprang der US-Dollar erstmals seit mehr als elf Jahren die psychologisch wichtige Marke von sieben Yuan.
Ein Ende des Ausverkaufs sei nicht in Sicht, sagte Anlagestratege Ray Attrill von der National Australia Bank. "Wir gehen davon aus, dass es auf absehbare Zeit keine Lösung für den Handelskonflikt gibt."
Zu den größten Verlierern am japanischen Aktienmarkt zählte Kobe Steel. Wegen des Zollstreits senkte der Stahlkocher sein Gewinnziel für das Geschäftsjahr 2019/2020 auf umgerechnet 85 von 254 Millionen Euro. Auch dies sei noch sehr ehrgeizig, schrieb Analyst Thanh Ha Pham von der Investmentbank Jefferies. Kobe-Titel stürzten um 15 Prozent ab.