Der Börsen-TagAuch schwache SAP-Aktie kann Dax nicht stoppen
Am deutschen Aktienmarkt sind die Chancen gestiegen, dass es doch noch zu einer Jahresendrally kommt. Gestützt wurde die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett aktuell von der Entwicklung des Ukraine-Krieges. ABC News berichtete, dass die Ukraine einem überarbeiteten US-Friedensplan zur Beendigung des Kriegs zugestimmt habe, folgend auf die Gespräche am Wochenende in Genf. Zwar fordere Russland weiterhin die Umsetzung der ursprünglichen 28 Punkte. "Trotzdem verdichten sich die Anzeichen einer zeitnahen Lösung und Verkündung eines Friedens in der Ukraine, die der Startschuss für eine Jahresendrally im DAX sein könnte", so Marktstratege Jens Klatt von XTB.
So konnte selbst die anhaltende Schwäche des Schwergerichts SAP den Dax nicht bremsen, der deutsche Leitindex ging mit einem satten Aufschlag von 1,0 Prozent auf 23.465 Punkte aus dem Xetra-Handel. Der EuroStoxx50 notierte 0,8 Prozent höher bei 5575 Stellen.
SAP fielen im Sog schwacher US-Technologiewerte um 1,3 Prozent auf 204,85 Euro. Mit 202,30 Euro haben die Walldorfer zudem ein neues Jahrestief markiert. Seit dem Jahreshoch hat der Kurs nun fast 30 Prozent verloren. "Das spricht dafür, dass die Korrektur schon weit fortgeschritten ist", sagte ein Börsianer.
Thyssenkrupp Nucera sackten um 9,3 Prozent ab. Die Thyssenkrupp-Wasserstofftochter habe enttäuschende vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 24/25 und einen erschreckend schwachen Ausblick für das Geschäftsjahr 25/26 vorgelegt, hieß es an der Börse.