Der Börsen-TagAus für US-Windprojekt: Diese Aktie schmiert ab
Mit kräftigem Druck auf die Aktien von Windparkbetreiber Örsted rechnen Händler. Die gute Laune vom Freitag nach dem erhöhten Moodys-Ausblick wurde am Wochenende von den US-Behörden zunichtegemacht. Örsted erhielt die Anweisung vom Bureau of Ocean Energy Management, die Arbeiten am großen US-Offshore-Projekt Revolution Wind einzustellen. "Bei rund 80 Prozent Fertigstellung heißt das wohl, dass die gesamte künftige Cashflow-Rechnung von Örsted Makulatur geworden ist", kommentierte ein Händler. Der Effekt der Kapitalerhöhung dürfte damit wirkungslos verpuffen.
Einen echten Grund habe die US-Behörde nicht genannt. Marktteilnehmer vermuten, dahinter dürfte einfach die ablehnende Haltung von US-Präsident Trump gegen Windanlagen stecken. Auch seine Abneigung gegen das demokratische New York könnte eine Rolle spielen, da der Strom des Projekts über einen 20-Jahres-Vertrag an Rhode Island und Connecticut gehe. Örsted teilte am Wochenende mit, nun alle Maßnahmen dagegen zu prüfen.