Der Börsen-TagAusverkauf in Chipsektor
Die asiatischen Aktienmärkte stürzen ab - allen voran die südkoreanische und japanische Börse. Erneut steht der hoch bewertete Technologiesektor im Fokus, wo nun erneut massiv Gewinne eingestrichen werden. Den Auslöser liefert Apple - der US-Technologieriese will mit Preiserhöhungen steigende Chipkosten kompensieren. Für Verunsicherung sorgt zudem ein Bericht, wonach OpenAI ihren Börsengang möglicherweise verschieben könnte. Unter Anlegern kochen damit die bekannten Sorgen hinsichtlich der Bewertungen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) wieder hoch - die jüngste Rally im Halbleiterbereich kehrt sich damit um und folgt dem gängigen Muster: Auf Absturz folgt Rally, der dann wieder ein Ausverkauf mit anschließender Rally beziehungsweise Erholung folgt.
Angeführt wird der Ausverkauf wieder einmal vom Kospi in Seoul, der nach diversen Handelsunterbrechungen um 8,5 Prozent einknickt. Die Chip-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzen um 7,8 bzw. 8,8 Prozent ab. Beide Unternehmen planen laut Berichten erhebliche langfristige Investitionen in die Halbleiterkapazität.
Auch in Japan reagieren Anleger mit einem Ausverkauf im Technologiesektor auf die Schlagzeilen zu Apple und OpenAI. Der Nikkei büßt 4,9 Prozent auf 68.798 Punkte ein, ist nach einem Rekordschlusshoch am Vortag aber auch besonders anfällig für Gewinnmitnahmen. Angesichts der Nachhaltigkeit des Gewinnwachstums und der aktuellen Bewertungen in Japan "dürften KI- und Halbleiterwerte jedoch der wichtigste Motor des Marktes bleiben", kommentieren die Citi-Analysten die Marktbewegungen. "Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Bullenmarkt bis zum Jahresende anhalten wird."
In China geben HSI in der Hongkong und der Shanghai Composite im Kernland um die 2 Prozent ab, während in Australien der S&P/ASX-200 stagniert.