Der Börsen-TagAutoaktien stürzen in Asien ab
Die asiatischen Aktienmärkte finden keine einheitliche Richtung. Während die Spannungen im Nahen Osten für Zurückhaltung sorgen, stützen weitere Konjunkturmaßnahmen in China die Stimmung. In Japan bricht der Leitindex Nikkei 4,64 Prozent ein. Auslöser für den Kursrutsch in Tokio sind Sorgen um einen möglichen geldpolitischen Kurswechsel unter dem neuen Ministerpräsidenten Shigeru Ishiba. Dieser hatte sich in der Vergangenheit kritisch zur lockeren Geldpolitik der Bank of Japan (BOJ) geäußert. "Um ehrlich zu sein, dachte ich, dass ein viel größerer Rückgang des Nikkei heute nicht ungewöhnlich wäre", sagt Kazuo Kamitani von Nomura Securities. "Aber die psychologische Marke von 38.000 scheint eine Art Boden zu sein." Autohersteller erleiden starke Verluste, wobei Honda um 6,78 Prozent nachgeben. Auch Aktien aus dem Halbleitersektor brechen ein, angeführt von einem Minus von 7,41 Prozent beim Chip-Riesen Tokyo Electron.
In China kündigt die Zentralbank an, die Banken anzuweisen, die Hypothekenzinsen für bestehende Kredite bis Ende Oktober um voraussichtlich durchschnittlich 50 Basispunkte zu senken. Diese Maßnahme zur Stützung des angeschlagenen Immobilienmarktes wurde von den Investoren begrüßt. Der Shanghai Composite stieg um 4,4 Prozent, nachdem er in der Vorwoche bereits um 13 Prozent zugelegt hatte.