Der Börsen-TagBHP nach Zahlen gefragt, Softbank abgestraft
Auch heute geht es an den Börsen in Ostasien und Australien meist ruhig zu. Viele Handelsplätze sind wegen des chinesischen Neujahrsfests geschlossen, darunter die Börsen in Festlandchina, Hongkong und Seoul. Überdies fehlen Impulse der US-Börsen, denn an der Wall Street ruhte der Handel am Montag wegen eines Feiertags. Auf der Stimmung lastet unverändert die Sorge, dass Künstliche Intelligenz (KI) zu Verwerfungen führen und die bisherigen Geschäftsmodelle vieler Unternehmen gefährden könnte.
Zu den wenigen Börsen, die geöffnet sind, gehört der Aktienmarkt in Tokio. Dort gibt der Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf 56.360 Punkte nach, erneut belastet von dem am Montag veröffentlichten schwachen Wirtschaftswachstum. Dass die Analysten von Goldman Sachs japanische Aktien auf "Overweight" hochgestuft haben, vermag die Stimmung nicht aufzuhellen. Verkauft werden in Tokio vor allem Aktien von Technologieunternehmen wie Softbank Group. Due Papiere büßen fast sechs Prozent ein.
In Sydney stieg der S&P/ASX-200 um 0,3 Prozent. Gut kam bei den Anlegern an, dass die australische Zentralbank im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung, das am Dienstag veröffentlicht wurde, einen weniger aggressiven Zinserhöhungskurs signalisiert hat als von vielen Marktteilnehmern befürchtet, wie Adam Boyton von der Bank ANZ anmerkte. Gestützt wurde der australische Leitindex von den Aktien des Bergbaukonzerns BHP, der überraschend starke Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr vorgelegt hat. Der Kurs stieg um gut fünf Prozent.