Der Börsen-TagBank Bär verdient ein Viertel mehr - und fällt auf 10-Monatstief
Die Schweizer Bank Julius Bär steigert ihren Gewinn im ersten Halbjahr kräftig. Auch konnte die Privatbank weitere Gelder für die Vermögensverwaltung einwerben. Die Aktie verliert am Vormittag gleichwohl 4,4 Prozent und fällt damit auf ein 10-Monatstief.
Die Analysten von Vontobel sprachen von einer Verlangsamung bei den Nettoneugeldern. Außerdem verweisen sie in diesem Zusammenhang darauf, dass der frühere Julius-Bär-CEO Boris Collardi gerade erst beim Wettbewerber Pictet seinen neuen Posten angetreten habe. "Wir glauben, dass mögliche negative Auswirkungen des Wechsels, beispielsweise durch das Abwerben wichtiger Mitarbeiter, frühestens im Ganzjahresbericht ersichtlich werden."
Der Nettogewinn von Julius Bär legte im ersten Halbjahr um 26 Prozent auf knapp 444 Millionen Franken zu. Das verwaltete Vermögen lag nach den ersten sechs Monaten bei 400 Milliarden Franken, 3 Prozent mehr als zum Jahresende 2017. Der Zufluss an Nettoneugeldern betrug 10 Milliarden Franken. Hinzu kamen 4,5 Milliarden Franken aus der am 4. Juni abgeschlossenen Übernahme der brasilianischen Reliance Group.