Der Börsen-TagBank Rossii zieht gesamte Strafe gegen Wiener Raiffeisen Bank ein

Die russische Zentralbank hat die gegen die Wiener Raiffeisen Bank International (RBI) verhängte Milliardenstrafe inklusive Zinsen vollständig eingezogen. Wie ein RBI-Sprecher bestätigte, wurde die noch ausstehende Zinszahlung in Höhe von 174 Millionen Euro Ende Mai durch die Bank Rossii direkt bei der russischen Tochterbank abgebucht. Die Hauptsumme von 1,9 Milliarden Euro war bereits wenige Tage nach der Berufungsverhandlung im April geflossen. An wen das Geld letztlich ging, ist weiterhin unklar.
Ein russisches Berufungsgericht hatte die RBI zu einer Schadenersatzzahlung von über zwei Milliarden Euro verurteilt - eines der härtesten Urteile gegen ein westliches Unternehmen, das weiterhin in Russland tätig ist. Die RBI, größte westliche Bank im Land, wurde in einen Rechtsstreit zwischen der russischen Firma Rasperia und dem österreichischen Baukonzern Strabag hineingezogen.