Der Börsen-TagBank- und Immobilienwerte sind in Asien gefragt
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien schütteln zu Beginn der Börsenwoche die schwache Vorgabe der Wall Street vom Freitag ab. Mit Ausnahme von Tokio, wo der Nikkei-Index um 1,1 Prozent auf 38.233 Punkte nachgibt, geht es mit den Indizes nach oben. In Shanghai und Hongkong um je rund 1,0 Prozent, in Seoul sogar um 1,6 Prozent. Sydney liegt 0,2 Prozent im Plus.
In Shanghai heißt es, die jüngsten Wirtschaftsdaten des Landes zeigten einige Anzeichen für Verbesserungen, aber Peking müsse dennoch mehr tun, um den Schwung angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheiten aufrechtzuerhalten. Bank- und Immobilienaktien führen die Kursgewinne an. Industrial & Commercial Bank gewinnen 2,5 und Agricultural Bank of China 2,3 Prozent. Unter den Immobilienentwicklern gewinnen Poly Developments & Holdings Group 2,2 und China Vanke 3,9 Prozent.
In Seoul stützt das Plus des Indexschwergewichts Samsung Electronics von über fünf Prozent. Treiber ist weiter der Plan des Unternehmens, für umgerechnet 7 Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen zu wollen. In Tokio bremst derweil, dass der Yen kräftig aufgewertet hat, wodurch sich die Exporte japanischer Unternehmen verteuern. Der Dollar wird mit 154,70 Yen gehandelt gegenüber 156,10 zur gleichen Zeit am Freitag. Beobachter sehen dahinter die am Freitag berichtete günstige Entwicklung des Konsums in Japan als ermutigendes Konjunktursignal. Zum anderen gab es erneut eine verbale Intervention seitens der Regierung zugunsten des Yen, nachdem dieser zuletzt deutlich an Wert verloren hatte und dazu bekräftigte Notenbankchef Ueda trotz bestehender Unsicherheiten den eingeschlagenen Zinserhöhungskurs.