Der Börsen-TagBei Stada läuft die Frist ab
Beim MDax-Konzern Stada läuft die Zeit ab: Aktionären des Pharmaunternehmens bleiben nur noch wenige Stunden, das Angebot zweier Finanzinvestoren zur Übernahme anzunehmen - oder abzulehnen.
Nachdem der erste Übernahmeversuch durch die Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven ins Leere gelaufen war, endet um Mitternacht ihr zweiter Versuch.
Bisher wurden 45,96 Prozent der Stada-Aktien angedient (Stand: Mittwochmorgen). Damit fehlen noch rund 17 Prozent bis die Mindestannahmeschwelle von 63 Prozent erreicht wird.
"Sollten die Finanzinvestoren scheitern, dürfte kein dritter Versuch folgen", meinte ein Marktteilnehmer.
Sollte dagegen am Donnerstag oder Freitag mitgeteilt werden, dass genügend Anleger das Gebot angenommen haben, sind die Finanzinvestoren einen Schritt weiter - aber noch nicht am Ziel. Denn mit Paul Singer mischt ein Investor bei Stada mit, der eine ganz eigene Strategie verfolgt.
Singer könnte seine Beteiligung von mehr als zehn Prozent der Stada-Aktien nicht andienen, sondern vielmehr ausbauen und damit einen erwarteten Squeeze-Out bei Stada torpedieren, heißt es.
Es muss nach Einschätzung von Beobachtern damit gerechnet werden, dass er für seine Beteiligung eine höhere Prämie erzielen will als die momentan gebotenen 66,25 Euro je Stada-Aktie.
Am Vormittag liegt der Kurs von Stada bei 64,30 Euro, was einem Minus von 0,45 Prozent entspricht.