Der Börsen-TagBiden wirft das Handtuch: Bleibt der DAX über 18.000 Punkten?
An den Finanzmärkten gibt es am Morgen nur ein Gesprächsthema: US-Präsident Joe Biden tritt als Präsidentschaftskandidat der Demokraten zurück. Die Konsequenzen sind noch völlig unklar.
Am Freitag hatten die europäischen Börsen mit Verlusten geschlossen. Zu den Unsicherheiten rund um die US-Wahl gesellten sich massive weltweite IT-Ausfälle, die mit Microsoft und dem Cybersicherheitsunternehmen Crowdstrike im Zusammenhang standen. In Frankfurt verlor der DAX 1,0 Prozent auf 18.172 Punkte. Er verlor somit in der vergangenen Woche rund drei Prozent. Interessant ist die Frage, ob der deutsche Leitindex unter die 18.000er-Marke rutscht.
Für Verdruss sorgten zuletzt vor allem die Kursverluste bei wichtigen Technologiewerten an der Wall Street. Sorgen vor einem sich verschärfenden Handelskrieg zwischen den USA und China belasteten den Sektor. "Mit Technologieaktien ist an der Börse gerade kein Blumentopf zu gewinnen", sagt Experte Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.
Was liegt zum Wochenanfang an? Chinas Zentralbank (PBOC) entscheidet über geldpolitische Schlüsselsätze. Dabei geht es um den im Fachjargon als Loan Prime Rate (LPR) bekannten Zins, über den die PBOC die Kosten für Verbraucherkredite und auch für Hypotheken steuert. Ökonomen erwarten mehrheitlich nicht, dass die Zinssätze nun verändert werden.
In Deutschland nimmt die Bilanzsaison langsam Fahrt auf. Das DAX-Schwergewicht SAP gibt wie üblich den Startschuss für die heiße Phase. "Die Ergebnisse des zweiten Quartals werden die Aussichten für die Transformation des Geschäfts hin zur Cloud und das allgemeine Wachstum bestätigen", schreibt Analyst Charles Brennan von der Investmentbank Jefferies.
Zudem beginnt im britischen Farnborough die weltweit größte Luftfahrtmesse. Mehr als 1200 Aussteller aus 44 Ländern zeigen ihre Neuerungen. Üblicherweise werden auf dieser Messe auch Großaufträge für Flugzeugbauer vereinbart. Boeing kündigte allerdings an, seine Präsenz in diesem Jahr zu reduzieren und sich stattdessen auf die Probleme bei Produktion und Sicherheit zu konzentrieren.
Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.