Der Börsen-TagBörsen preisen Jackson-Hole-Enttäuschung ein
Die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten halten sich vor dem Notenbanktreffen in Jackson Hole zurück. Die Börsen tendieren uneinheitlich, da Investoren auf neue Signale zur künftigen Geldpolitik der US-Notenbank Fed warten. Im Mittelpunkt des Interesses bei dem jährlichen Symposium steht die Rede von Fed-Chef Jerome Powell am Freitag. Anleger erhoffen sich davon Hinweise auf eine mögliche Zinssenkung im September.
Die Börse in Tokio notiert schwächer. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gibt um 0,6 Prozent auf 42.640,56 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,5 Prozent niedriger bei 3.082,55 Zählern. Der Shanghai Composite gewinnt dagegen 0,4 Prozent auf 3779,44 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,7 Prozent auf 4300,93 Punkte.
Die Stimmung für Aktien bleibe derzeit eher gedrückt, sagt Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com. "Die Aktienkurse beginnen, das Risiko einer Enttäuschung in Jackson Hole einzupreisen." Es gebe Zweifel, ob die Fed so stark in eine lockerere Geldpolitik umschwenken werde, wie es die Zinsmärkte andeuteten - oder ob sie überhaupt umschwenken werde. Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Fed um einen Viertelprozentpunkt am 17. September auf etwa 80 Prozent. Am Mittwoch hatte dieser Wert noch bei 84 Prozent gelegen. Für den Rest des Jahres preisen die Märkte eine Lockerung um insgesamt 52 Basispunkte ein.