Der Börsen-TagBritische Inflation sinkt
Die britische Inflation ist im Januar auf den niedrigsten Stand seit knapp einem Jahr gefallen und schürt damit die Erwartung einer baldigen Zinssenkung durch die Bank of England (BoE). Die Verbraucherpreise stiegen um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt ONS in London mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit März 2025. Im Dezember lag die Teuerungsrate noch bei 3,4 Prozent. Der Rückgang ist vor allem auf eine geringere Inflation in den Bereichen Verkehr, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke zurückzuführen.
An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im März nun auf fast 80 Prozent taxiert. Jedoch gibt es für die Notenbank weiterhin Warnsignale. Ein wichtiger Indikator für den zugrunde liegenden Preisdruck bleibt hoch. Die Inflation bei Dienstleistungen, die als Maß für den inländischen Preisdruck gilt, verlangsamte sich nur geringfügig von 4,5 auf 4,4 Prozent. "Der geldpolitische Ausschuss muss daher in diesem Jahr vorsichtig bleiben", sagte Chefökonom Thomas Pugh von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM UK. "Die Dienstleistungsinflation erweist sich als weitaus hartnäckiger."