Der Börsen-TagButter kostet wieder deutlich mehr
Der seit mehr als einem Jahr anhaltende Rückgang der deutschen Erzeugerpreise hat sich im Oktober verlangsamt. Die Hersteller gewerblicher Produkte - von Benzin bis Butter - verlangten durchschnittlich 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war bereits der 16. Rückgang in Folge.
Befragte Ökonomen hatten mit einem Minus in dieser Höhe gerechnet, nachdem es im September einen Rückgang von 1,4 Prozent gegeben hatte. Von September auf Oktober zogen die Erzeugerpreise wie erwartet um 0,2 Prozent an. In der Statistik werden die Preise für Produkte von Herstellern geführt, bevor sie etwa in den Groß- und Einzelhandel kommen. Sie gelten daher als frühe Signalgeber für die Entwicklung der Verbraucherpreise. Die deutsche Inflationsrate ist im Oktober auf 2,0 Prozent gestiegen, nachdem sie im September mit 1,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit rund dreieinhalb Jahren gefallen war. Der Rückgang der Erzeugerpreise im vergangenen Monat geht erneut auf billigere Energie zurück. Diese kostete im Schnitt 5,6 Prozent weniger als im Oktober 2023.
Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Deutlich mehr kosteten Butter (plus 52,9 Prozent) und Süßwaren (plus 20,1 Prozent).