Der Börsen-TagChefwechsel bei Supercomputer-Firma sorgt für Wirbel
Die angeschlagene IT-Firma Atos bekommt den dritten Chef in weniger als zwei Jahren. Yves Bernaert löse mit sofortiger Wirkung Nourdine Bihmane ab, teilt das französische Unternehmen mit. Dieser hatte den Posten im Juli 2022 von Rodolphe Belmer übernommen, der sich wegen eines Streits um die Strategie nach etwa einem halben Jahr verabschiedet hatte. Bihmane bleibe allerdings als Vize-Chef bei Atos und leite weiter die Sparte Tech Foundations. Die Aktie fiel in Paris um bis zu 4,4 Prozent.
Atos steht nach mehreren Gewinnwarnungen vor der Aufspaltung. Vor einigen Wochen hatte der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky Interesse an der verlustreichen Sparte Tech Foundations angemeldet. Nach Bedenken französischer Politiker wegen einer möglichen Gefährdung der nationalen Sicherheit bekräftigte er, lediglich eine Minderheitsbeteiligung und eine "passive" Rolle anzustreben. Atos baut unter anderem Supercomputer, mit denen Atombomben-Tests simuliert werden können.