Der Börsen-Tag"China steht vor einer Weggabelung"
China muss sich nach Einschätzung von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa wirtschaftlich neu erfinden. Es brauche Lösungen für die Krise auf dem Immobilienmarkt sowie einen stärkeren Konsum und eine höhere Produktivität im Land, sagt Georgiewa. "China steht vor einer Weggabelung." Die Volksrepublik könne auf alte Rezepte setzen, die in der Vergangenheit funktioniert hätten oder sich neu erfinden und eine neu Ära einleiten.
Regierungsvertreter zeigten sich zuversichtlich, dass China seine Wirtschaftsziele in diesem Jahr erreichen könne. Dazu gehört eine Wachstumsrate von rund fünf Prozent. Außerdem sollen strategisch wichtige Wirtschaftsbereiche weiterhin staatlich unterstützt werden.
Georgiewa verweist auf Studien des Internationalen Währungsfonds (IWF), wonach eine stärkere Konsumausrichtung Chinas Wirtschaftsleistung in den nächsten 15 Jahren um satte 3,5 Billionen Dollar erhöhen könnte. Damit dies gelinge, müsse China aber entschiedene Schritte unternehmen, um Bauprojekte von insolventen Entwicklern fertigzustellen und die Risiken lokaler Regierungen zu verringern, von denen viele hoch verschuldet sind. Konsumenten bräuchten eine stärkere Kaufkraft. Daran müsse gearbeitet werden, so die IWF-Chefin