Der Börsen-TagChinas Banken unter Druck
Auch in Ermangelung einer Vorgabe der Wall Street, wo gestern feiertagsbedingt nicht gearbeitet wurde, tut sich heute an den Aktienmärkten in Ostasien und Australien wenig. Insgesamt lautet die Tendenz knapp behauptet. Am größten sind die Verluste an den Börsen in Hongkong und Shanghai mit bis zu 0,5 Prozent. Hier könnten die jüngsten, durchwachsen ausgefallenen Einkaufsmanagerdaten noch leicht negativ nachwirken. Laut Ökonomen deuten sie weiter darauf hin, dass staatliche Stimuli notwendig sind zur Ankurbelung des Konsums. Auf diese warten die Märkte bislang aber vergeblich.
In Tokio gibt der Nikkei 0,2 Prozent nach auf 38.634 Punkte, auch in Seoul und in Sydney liegen die Indizes knapp unter den Vortagsständen. Im Blick haben die Akteure den Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der USA, über den aber erst nach dem Handelsende in der Region am Nachmittag (MESZ) berichtet wird. Er könnte für die im September noch erwartete Zinssenkung der US-Notenbank eine Rolle spielen, zumindest was das Ausmaß des Zinsschritts betrifft.
In Shanghai werden Bankaktien verkauft, nach laut Händlern schwachen Zweitquartalsergebnissen und wegen Sorgen um die Zinsmargen im zweiten Halbjahr. Industrial & Commercial Bank of China geben um 2,9 und Agricultural Bank of China um 4,9 Prozent nach.
In Tokio werden dagegen steigende Bankenkurse beobachtet, nachdem die japanische Zehnjahresrendite mit 0,915 Prozent fast auf ein Einmonatshoch gestiegen ist. Hintergrund sind die Zinserhöhungsabsichten der japanischen Notenbank. Höhere Zinsen sind lukrativ für die Margen im Kreditgeschäft der Geldhäuser. Mitsubishi UFJ Financial gewinnen 2,8 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial 2,7 Prozent.