Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagChinas Erzeugerpreise brechen stärker ein als erwartet

10.06.2020, 08:31 Uhr

Die chinesische Wirtschaft spürt die weltweiten Auswirkungen der Covid-19-Krise mit der schwachen Nachfrage auch im Mai erheblich. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes brach der industrielle Erzeugerpreisindex um 3,7 Prozent zum Vorjahr ein und beschleunigte im Vergleich zum April die Talfahrt. Im Vormonat lag das Minus bei 3,1 Prozent. Die vom "Wall Street Journal" befragten Volkswirte hatten im Schnitt für den Mai einen Rückgang von 3,2 Prozent erwartet. Der Rückgang des Erzeugerpreisindex im Mai war das stärkste Minus seit mehr als vier Jahren, da die Preise für Rohstoffe und andere Industrieprodukte inmitten der Coronavirus-Pandemie nachgaben.

Die Verbraucherpreisinflation in China hat sich im Mai dagegen weiter abgeschwächt. Der Verbraucherpreisindex legte gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent zu, verglichen mit einem Anstieg von 3,3 Prozent im April. Ökonomen hatten einen Anstieg von 2,6 Prozent erwartet. Die Lebensmittelpreise verteuerten sich um 10,6 Prozent, nachdem sie im April noch um 14,8 Prozent gestiegen waren. Die Preise für Nicht-Lebensmittel erhöhten sich im Mai wie im Vormonat um 0,4 Prozent.

Quelle: ntv.de