Der Börsen-TagChinas Immobilienkrise ist wieder ein Thema
An den Börsen in Ostasien geht es im Sog freundlicher Vorgaben der Wall Street nach oben. Die allgemeine Erwartung, dass die US-Notenbank am 10. Dezember die Zinsen weiter senken wird, sorge für Kauflaune, so Marktteilnehmer. Dazu tragen auch neue und - nach dem Shutdown - vor allem auch aktuelle Konjunkturdaten aus den USA bei. Am Vortag wurde der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago für November berichtet, der sich entgegen der Erwartung deutlich nach unten auf einen Wert von 36,3 bewegte. Damit liegt er weit unter der 50er Marke, ab der eine Expansion angezeigt wird.
In Tokio geht es für den Nikkei 1,1 Prozent nach oben auf 50.108 Punkte. In Seoul gewinnt der Kospi 0,6 Prozent. Hier hat die Notenbank des Landes wie allgemein erwartet die Leitzinsen unverändert gelassen. In Shanghai und in Hongkong fallen die Zuwächse mit bis zu 0,4 Prozent einen Tick niedriger aus. Bereits beendet ist der Handel in Sydney, wo der S&P/ASX-200 gut behauptet schloss. Zuletzt durch unerwartet hoch ausgefallene Inflationsdaten gedämpfte Zinssenkungshoffnungen hätten die Kaufneigung im Zaum gehalten, so Börsianer in Down Under.
An den chinesischen Börsen stützen laut Händlern auch Wetten auf weitere Stimulierungsmaßnahmen angesichts erneuter Sorgen über eine Schuldenkrise im Immobiliensektor des Landes. Immobilienaktien liegen schwach im Markt und bremsen die Indexgewinne. China Vanke büßen beispielsweise 4,1 Prozent ein, Longfor 1,6 Prozent.