Der Börsen-TagChinas Industrie schrammt nur knapp an Debakel vorbei
Die chinesische Wirtschaftstätigkeit ist im Januar unerwartet auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) des verarbeitenden Gewerbes stieg auf 50,1 Punkte nach 47,0 Punkten im Dezember, teilt das nationale Statistikbüro(NBS) mit. In einer Reuters-Umfrage hatten Analysten mit einem PMI-Wert von 48,0 gerechnet. Damit liegt das Barometer knapp über der Marke von 50 Zählern, ab der anziehende Geschäfte signalisiert werden. Das nicht-verarbeitende Gewerbe, das beispielsweise Dienstleistungen, das Baugewerbe und das Gaststättengewerbe umfasst, stieg auf 54,4 Punkte, verglichen mit 41,6 Punkten im Dezember.
Die Daten verkörpern eine erste Momentaufnahme der Lage nach dem Ende der strikten Corona-Politik und dem chinesischen Neujahrsfest, das am Freitag endete. Die erwartete Infektionswelle nach der Aufhebung der Beschränkungen zog schneller als erwartet durch das Land und kurbelte den Konsum rund um die Feierlichkeiten an: Er lag zum Neujahrsfest um 12,2 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Auch die Zahl der Urlaubsreisen innerhalb Chinas stieg um 74 Prozent, da die Menschen erstmals seit Beginn der Pandemie ohne Beschränkungen während der Feiertage reisen konnten.