Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagChinas Probleme lassen den DAX kräftig erröten

08.08.2023, 17:37 Uhr

Am deutschen Aktienmarkt ist es weiter nach unten gegangen. Grund waren laut Händlern zum einen sehr schwache chinesische Wirtschaftsdaten und zum anderen die geplante Sondersteuer für Banken in Italien.

Die chinesischen Exporte sind im Juli stärker als vorausgesagt gesunken und auch deutlicher als noch im Juni. Die Daten untermauern den trüben Zustand der Weltkonjunktur. Aber auch die Binnenkonjunktur in China schwächelt massiv, wie weit deutlicher als ohnehin befürchtet eingebrochene Importdaten zeigen. Anders als bei der Finanzkrise 2008 dürfte China als Konjunkturlokomotive ausfallen.

Der DAX verlor kräftig und sackte um 1,1 Prozent oder fast 180 Zähler auf 15.775 Punkte ab. Der EUROSTOXX50 notierte 1,2 Prozent tiefer bei 4286 Punkten.

Die geplante italienische Banken-Übergewinnsteuer setzte den Papieren der Geldinstitute zu. Deutsche Bank verloren 3,8 Prozent. Commerzbank verbilligten sich um 2,3 Prozent.

Gewinner waren heute die Versorger. Eon stiegen vor ihren für Mittwoch angekündigten Quartalszahlen um 1,1 Prozent und RWE um 0,5 Prozent. Metzler hatte das Kursziel für RWE auf 58 von 56 Euro erhöht.

Bayer verloren 0,1 Prozent. Laut Aussagen aus der Analystenkonferenz kommen die Strukturen auf den Prüfstand, und Anfang des kommenden Jahres will sich der Konzern neue strategische und finanzielle Ziele setzen. "Damit kommt auch wieder Fantasie über eine mögliche Aufspaltung auf", so ein Marktteilnehmer. "Zunächst könnte die Konsumersparte ausgegliedert werden", sagt er.

Fraport stiegen um 7,5 Prozent. Das MDAX-Unternehmen hat im zweiten Quartal von der anhaltenden Erholung der Passagierzahlen profitiert. Der Umsatz legte deutlich zu, während der operative Gewinn wegen höherer Kosten leicht unter dem Vorjahresniveau blieb. Mit Blick auf das laufende Gesamtjahr wird der Konzern nun etwas zuversichtlicher.

Quelle: ntv.de