Der Börsen-TagChinas Regierung setzt auf KI-Power
Die jüngsten Konjunkturambitionen der chinesischen Regierung stützen die Börsen in Asien. Anhaltende Sorgen über die US-Handelspolitik grenzen die Gewinne jedoch ein. In China gewinnt der Shanghai Composite 0,6 Prozent auf 3342 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen rückt ein halbes Prozent auf 3903 Zähler vor. Auch in Tokio legen der Nikkei-Index und der breiter gefasste Topix leicht zu.
Die Volksrepublik will angesichts des Handelskriegs mit den USA verstärkt den heimischen Konsum ankurbeln. "Ein zunehmend komplexes und schwieriges externes Umfeld könnte China in Bereichen wie Handel, Wissenschaft und Technologie stärker beeinflussen", warnt Ministerpräsident Li Qiang in seiner Rede zur Eröffnung des Nationalen Volkskongresses in Peking, der Jahrestagung des Parlaments. Die Regierung gab dennoch für das laufende Jahr ein Ziel für das Wirtschaftswachstum von fünf Prozent aus.
Die Ankündigung sei an sich zwar nicht unerwartet gewesen, sagt Jason Chan, Stratege bei der Bank of East Asia. Positiv sei jedoch, dass die chinesische Regierung den Technologiesektor und Projekte im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) verstärkt unterstützen will. Dies treibt vor allem den technologielastigen Hongkonger Leitindex Hang Seng an, der um 2,5 Prozent zulegte.