Der Börsen-TagChinas Zentralbank warnt vor Yuan-Spekulation
Der Yuan zeigt sich gegenüber dem Dollar einen Tick fester, nachdem die chinesische Zentralbank (PBoC) abermals vor Spekulationen am Devisenmarkt gewarnt hat. Der Dollar kostet 6,3486 Binnen- bzw. 6,3516 Offshore-Yuan. Wörtlich habe die PBoC erklärt, es sei unwahrscheinlich, dass der Yuan-Wechselkurs beständig in eine Richtung auf- oder abwerte, erläutert Commerzbank-Analyst Hao Zhou.
Die chinesische Währung habe in den vergangenen Quartalen überdurchschnittlich abgeschnitten, der Yuan-Index sei 2021 um rund 8 Prozent gestiegen, nachdem er 2020 ein Plus von 3,8 Prozent verbucht habe. Seit Jahresanfang entwickele er sich weitestgehend stabil - trotz steigender Volatilität bei G10- und Schwellenländerwährungen.
Laut Zhou will die PBoC insbesondere im Hinblick auf den Währungskorb keine übermäßig starke Währung, weil das der Wettbewerbsfähigkeit des Exportsektors und damit den chinesischen Exporteuren schaden würde. Zweitens könnten einseitige Spekulationen am Markt irgendwann zu einer ungeordneten Auflösung und im Anschluss zu unnötiger und unerwünschter Volatilität führen. Genau das sei in den vergangenen Jahren einige Male passiert. Alles in allem dürfte der Schlagabtausch zwischen den Märkten und der Politik aktuell weitergehen.