Der Börsen-TagChinesen enttäuschen bei Premiere in Frankfurt

Die Aktien des chinesischen Hausgeräte-Herstellers Haier legen bei ihrem Debüt in Frankfurt nur geringfügig zu. Der erste Kurs der sogenannten D-Aktien wurde mit 1,06 Euro festgestellt, knapp über dem Ausgabepreis von 1,05 Euro.
Haier ist mit seinen Waschmaschinen und Kühlschränken seit Jahren Weltmarktführer bei sogenannter "weißer Ware". Es ist das erste Unternehmen, das drei Jahre nach der Gründung der deutsch-chinesischen Börsenplattform Ceinex in Frankfurt ein Zweitlisting hat. Bei seinem Börsengang in Frankfurt hatte Haier seine Aktien nur nahe dem unteren Ende der Preisspanne losbekommen. Der Ausgabepreis von 1,05 Euro entsprach einem Abschlag gegenüber dem Kurs an der Börse Shanghai von fast 40 Prozent.
Mit dem Börsengang in Frankfurt hat der Hausgeräte-Hersteller immerhin 320 Millionen Euro eingesammelt. Das Unternehmen will mit der Ausgabe der neuen Papiere den Investorenkreis vergrößern und seine Bekanntheit in Europa steigern. Ausländische Anleger haben wegen der chinesischen Rechtslage meist keinen Zugang zu den an der Börse in Shanghai notierten A-Aktien.