Der Börsen-TagChinesische Immobilienaktien sehr fest: Country Garden plus 17 Prozent
Und sofort schauen wir auf die Stimmung an den asiatischen Börsen, die trübe ist, nachdem am Dienstag der jüngste Einkaufsmanagerindex deutlich rückläufig ausgefallen ist. Die Daten unterstreichen einmal mehr die maue Lage der chinesischen Konjunktur.
Dazu bremsen die etwas leichtere Vorgabe der Wall Street und der Ölpreis, der am Vortag auf ein Zehnmonatshoch gestiegen ist - bei Brent auf gut 91 Dollar je Barrel -, nachdem Saudi-Arabien und Russland ihre Förderkürzung bis Ende des Jahres verlängert hatten.
Lediglich in Japan liegt das Börsenbarometer erneut im Plus. Der Nikkei-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 33.249 Punkte. Er wird erneut unterstützt vom schwachen Yen, weil sich damit die Exportchancen verbessern.
Unter den Einzelwerten zeigen sich Immobilienaktien in Hongkong gegen die leichtere Tendenz des Gesamtmarktes sehr fest. Marktteilnehmer verweisen auf mehr als verdoppelte Immobilienverkäufe in Schanghai und Peking am vergangenen Wochenende, nachdem in der Vorwoche weitere Erleichterungen für Immobilienkäufer beschlossen worden waren.
Dazu kursiert ein Bericht, wonach Peking neue Maßnahmen zur Stützung des Sektors ergreifen könnte. Wie die staatliche "Securities Times" schreibt, sind die Maßnahmen zur Beschränkung des Erwerbs von Wohneigentum und der Vergabe von Immobilienkrediten "veraltet".
Country Garden schießen um 17,8 Prozent nach oben, auch angetrieben davon, dass das Unternehmen nach einem Aufschub am Vortag Dollarschulden bediente. Evergrande haussieren um 31 Prozent, Longfor steigen um 4,0 und Seazen um 7,0 Prozent.