Der Börsen-TagChipwerte bremsen Asien-Erholung ein
Der japanische Aktienindex Nikkei kann zum Wochenauftakt einen Teil seiner deutlichen Verluste vom Freitag wieder wettmachen, wenngleich Kursverluste bei Chipwerten das Plus begrenzten. In Tokio legt der 225 Werte umfassende Index um 0,7 Prozent auf 37.334,97 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notiert 1,3 Prozent höher bei 2660,84 Punkten.
Am Freitag hatte der Nikkei wegen Sorgen vor einer Eskalation des Nahost-Konflikts mit einem Minus von 2,66 Prozent den schlechtesten Handelstag seit mehr als eineinhalb Jahren verzeichnet. "Der Nikkei ist am Freitag so stark gefallen, dass es nur natürlich war, dass die Anleger heute Aktien zurückgekauft haben", sagt Shuji Hosoi von Daiwa Securities. Dennoch bricht der japanische Chiphersteller Tokyo Electron um 4,06 Prozent ein, der Chiptestgerätehersteller Advantest verliert 3,85 Prozent und Disco, ein Anbieter von Chipherstellungsgeräten, rutscht 4,6 Prozent ab. Dem Abwärtstrend der Chipwerte steht ein Anstieg von rund 90 Prozent der mehr als 1600 an der Tokioter Börse notierten Aktien gegenüber: So legt beispielsweise Kansai Electric Power um 5,61 Prozent zu und ist damit der größte prozentuale Gewinner im Nikkei.
Die Angst der Anleger vor einem größeren Konflikt im Nahen Osten lässt nach und die Investoren wenden sich wieder risikoreicheren Anlagen zu. "Es scheint, dass weder Israel noch der Iran eine Eskalation der Krise im Nahen Osten wollen ... Und da es nicht so aussieht, als stünde ein weiterer Schlag von beiden Seiten unmittelbar bevor, haben sich die Sorgen der Anleger etwas gelegt", sagt Kazuo Kamitani von Nomura Securities. Die Erwartung weiterer Zinssenkungen durch die US-Notenbank und Sorgen um die Gewinne im Chipsektor würden die Anleger aber weiter auf Trab halten.
Der Shanghai Composite verliert 0,1 Prozent auf 3061,42 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert bei 3542,39 Punkten.