Der Börsen-TagCorona-Krise drückt Strom-Großhandelspreise
Die Corona-Krise hat die Strom-Großhandelspreise laut Experten erheblich unter Druck gesetzt. Im Jahr 2020 lag der mittlere Großhandelspreis mit 30,47 Euro pro Megawattstunde um mehr als 7 Euro unter dem Vorjahreswert, teilt das Energiewissenschaftliche Institut an der Universität Köln (EWI) mit. Ursache waren sowohl niedrigere Brennstoffkosten, eine geringere Stromnachfrage und mehr Strom aus erneuerbaren Energien.
Die nationalen Corona-Beschränkungen und die weltweite Rezession ließen die Stromnachfrage in Deutschland laut EWI um knapp 16 Terawattstunden (3,2 Prozent) sinken. Die Nachfrage sei insbesondere während des ersten Lockdowns im April eingebrochen, aber auch darüber hinaus niedrig geblieben. Erst im August habe sie wieder Vorjahresniveau erreicht. Die Auswirkungen des Lockdowns im November und Dezember seien dagegen nur gering gewesen.