Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagDAX-Erfolgsserie reißt

26.09.2024, 06:00 Uhr

Der DAX, der an den ersten beiden Handelstagen dieser Woche 1,5 Prozent zulegen konnte, ist im gestrigen Geschäft mit einem Minus aus dem Handel gegangen. Der deutsche Börsenleitindex büßte 0,4 Prozent auf 18.919 Punkte ein. Er liegt damit aber weiter in der Nähe seines Allzeithochs. An der Wall Street, die im Dienstagsgeschäft noch neue Rekorde bei Dow Jones und S&P-500 vermeldet hatte, ging es zur Wochenmitte auch leicht bergab.

Und heute? Angriff auf das Allzeithoch oder noch einmal Durchschnaufen? Ein Störfeuer könnte von der Wirtschaftsfront kommen: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen ihr Herbstgutachten vor. Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose wird zweimal jährlich erstellt, im Frühjahr und im Herbst. Im Frühjahr hatten die Forscher ein Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent für dieses Jahr vorhergesagt. 2025 sollte demnach ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,4 Prozent herausspringen. Die Prognosen liefern eine Orientierung für die Projektionen der Bundesregierung.

Zudem prognostizieren die Konsumforscher der GFK auf Basis ihrer aktuellen Umfrage die deutsche Verbraucherstimmung für Oktober. Experten erwarten einen leichten Anstieg auf minus 21,5 Zähler. Die Verbraucherlaune in Deutschland hatte sich nach der Fußball-EM im eigenen Land überraschend wieder eingetrübt. Das Barometer für das Konsumklima sank im September auf minus 22,0 Punkte.

In den USA stehen am Nachmittag die endgültigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal an. Experten erwarten eine leichte Abwärtsrevision auf annualisiert 2,9 Prozent. In einer Schätzzahl war bislang von einem Plus von aufs Jahr hochgerechnet 3,0 Prozent die Rede. Die US-Notenbank sieht die Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs, wobei sich die Zuwachsrate beim BIP in diesem und den nächsten Jahren bei 2,0 Prozent einpegeln dürfte.

Unternehmensseitig will der neue BASF-Chef Markus Kamieth Investoren auf dem Kapitalmarkttag seine Strategie für den weltgrößten Chemiekonzern vorstellen. Im Fokus steht dabei das Stammwerk in Ludwigshafen, dort müssen sich die Beschäftigten auf weitere Einschnitte einstellen. BASF schreibt in Deutschland seit zwei Jahren rote Zahlen. Kamieth hatte Ende April das Ruder von seinem Vorgänger Martin Brudermüller übernommen und damals schon klargemacht, dass sich BASF weiter verändern müsse. Er betonte aber auch, dass Ludwigshafen für lange Zeit der größte und wichtigste Standort der BASF bleiben werde.

Erstmals seit dem Eklat Ende August kommt der Aufsichtsrat der Thyssenkrupp-Stahlsparte wieder zusammen. Bei dem Treffen geht es insbesondere um die Besetzung mehrerer Sitze in dem Kontrollgremium und im Vorstand von Thyssenkrupp Steel Europe. Im Streit mit Konzernchef Miguel Lopez um die Zukunft der Stahltochter hatten unter anderem Aufsichtsratschef Sigmar Gabriel und Stahlchef Bernhard Osburg ihren Rücktritt erklärt. Die Nachfolge Gabriels soll Konzernvorständin Ilse Henne übernehmen. Als Vize-Chef ist der Bezirksleiter der IG Metall NRW, Knut Giesler, vorgesehen. Den Posten als Sprecher des Stahlvorstands hat bereits Dennis Grimm übernommen.

Die komplette Terminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de